Institut für Anglistik und Amerikanistik

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Aktuelles

„Camp – Kommerz und Kritik in Queeren Medien“

19. Juni 2024
19:00 Uhr
Ernst-Lohmeyer Platz 6 Hörsaal 1

Camp ist bunt, emotional, übertrieben, affektiert, witzig, frivol, ernst – und umstritten. Ursprünglich der Code einer anglophonen, queeren Subkultur fand Camp mit der Veröffentlichung von Susan Sontags “Notes on Camp” in den 1960ern Eingang in eine breitere akademische wie feuilletonistisch Debatte nur um spätestens ab den 1990ern für passé erklärt zu werden – vermeintlich zu kommerzialisiert, zu weit verbreitet, zu entfernt von dem, was Camp als Ästhetik und Rezeptionshaltung queerer Künstler*innen und Zuschauer*innen ausgemacht hatte, als es noch als „Überlebensstrategie“ in einer homophoben Kultur notwendig war. Dieser Idee des „death of camp“ werden im Vortrag Medienbeispiele aus den 2000ern und 2010ern entgegengestellt, die auf unterschiedliche Weise Camp sind – durch die Verbindung von emotionaler Intensität und ästhetischem Exzess beispielsweise oder durch das Verkehren von heteronormativen Werten und Idealen in das Feiern queerer Geschichten und Identitäten. Wo Camp früher (über diva worship und drag beispielsweise) kodifizierte Kommunikation in Zeiten von Zensur zu ermöglichte, bietet Camp im 21. Jahrhundert, so die These dieses Vortrages, kritische Distanz zum mainstreaming von Queerness.

Der Vortrag wird zunächst die Debatte zur Definition und dem Nutzen von Camp in den Queer (Media) Studies zusammenfassen. Dabei wird auch die vermeintliche Beschränkung von Camp auf ein schwule (nicht queere) Ästhetik eine Rolle spielen. Der zweite Teil des Vortrags wird Beispiele von Camp unter anderem als Reaktion auf lesbian chic vorstellen und so auch die Potentiale einer queer-theoretisch beeinflusster Medienanalyse hervorheben.

Prof. Dr. Katrin Horn ist seit Oktober 2023 Professorin für Gender Studies am Institut für Anglistik und Amerikanistik an der Universität Greifswald. Zuvor war sie an den Universitäten Bayreuth, Erlangen-Nürnberg, Würzburg und Weimar in Forschung und Lehre tätig. Ihre Schwerpunkte in beiden Bereichen liegen auf der Kultur und Wissensgeschichte der USA im langen 19. Jahrhundert, auf Gender und Queer Studies, und auf der Beschäftigung mit US-amerikanischer Populärkultur. Ihre zweite Monographie (geplant für 2025) widmet sich gossip. Ihre erste erschien unter dem Titel Women, Camp, and Popular Culture. Serious Excess (Palgrave, 2017)

https://stud.uni-greifswald.de/kultur-und-beratung/veranstaltungen/queerer-informations-und-aktionsmonat/

U.S. Generalkonsul Jason Chue zu Gast in der Greifswalder Amerikanistik

Am 30. Mai 2024 besuchte der U.S. Generalkonsul Jason Chue und sein Team die Amerikanistik, um sich mit den Greifswalder Nordamerikafreunden e.V. in einem sehr freundlichen und äußerst offenen Gespräch über deren gegenwärtige Aktivitäten zu informieren. Der Verein wurde 2002  im Rahmen der damaligen "Canada Days" als Brücke zwischen der Greifswalder Amerikanistik/Kanadistik  und Greifswalder Bürgerinnen und Bürgern gegründet und wird von der Amerikanistik fachwissenschaftlich betreut. Ziel der Nordamerikafreunde ist es dabei, das Wissen über die USA und das Verständnis amerikanischer kultureller Traditionen  unter den Greifswalder Bürgerinnen und Bürgern zu erweitern und Projekte wie u.a. die Städtepartnerschaft mit Newport News, VA konkret zu unterstützen.

Im Gespräch wurde die Bedeutung der persönlichen Treffen mit Amerikanerinnen und Amerikaner und die Erfahrungen in den USA selbst für das Verständnis der amerikanischen Kultur betont. Die Städtepartnerschaft zwischen Greifswald und Newport News, die die Nordamerikafreunde maßgeblich mitgestaltet haben, wurde hervorgehoben, aber auch dem Wunsch Ausdruck gegeben, die kulturellen Austausche zwischen Greifswald und den USA für Studierende sowie Schülerinnen und Schüler kontinuierlich zu fördern. In diesem Geiste hoffen wir im Wintersemester 2024/25 eine Veranstaltung im thematischen Zusammenhang mit den amerikanischen Präsidentschaftswahlen gemeinsam mit dem U.S. Generalkonsulat, der Amerikanistik und den Nordamerikafreunden e.V.  für Studierende und die Greifswalder Öffentlichkeit am IfAA zu organisieren. (AB)

Study Abroad in English-speaking countries: JETZT BEWERBEN

Hochschulweite Plätze im Sommersemester 2025 u.a. in den USA, Kanada, Neuseeland und Australien

Wir suchen neugierige, aufgeschlossen und motivierte Studierende, die ein Semester an einer internationalen Universität z.B. in den USA, Kanada, Neuseeland oder Australien studieren möchten und damit ihren dreimonatigen obligatorischen Auslandsaufenthalt in einem englischsprachigen Land absolvieren können. Auf der Basis von  Learning Agreements ist es sogar möglich, Greifswalder Module an den dortigen Universitäten abzuschließen. Ansprechpartnerin für die Learning Agreements weltweit (außer Erasmus) ist Dr. A. Brauer.

Bewerbungsschluß für diese Restplätze ist der 20. Juni 2024. Die Bewerbungen richten Sie bitte direkt an das International Office. Weitere Informationen finden Sie hier:

Restplatzliste 2024 für Studienaufenthalte im Sommersemester 2025, u.a. auch an englischsprachigen Universitäten:

Vortrag: Zwischen Bildungstheorie & Professionsforschung - Ein aufklärerischer Zwischenruf (Prof. Domsch)

Dienstag, 09. Juli 2024, 16:15 bis 18:00 Seminarraum CDFI, Bahnhofstr. 46/47

Als Teil des Interdisziplinären Kolloquiums zur Lehrerbildung "Perspektiven der Didaktik"

Daten und Datenkompetenz im Klassenzimmer - WHY CARE?

Im Rahmen des Seminars “Embedding Data & the Net in Language Learning” des Fachbereichs Fachdidaktik Englisch finden mehrere Vorträge und Workshops statt, die hochschulöffentlich geöffnet sind.

Alle Vorträge finden montags zwischen 14 und 16 Uhr statt.

Präsenz-Vorträge finden am Ernst-Lohmeyer-Platz 1 in Raum 3.23 statt.

Digitale Vorträge finden unter folgendem Zoom-Link statt:https://uni-greifswald-de.zoom.us/j/84086676866


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